Jugendhilfe heidehaus, Neuwied

20 Jahre VHT und 20 VHTerInnen in einer privaten stationären Jugendhilfe-einrichtung in Rheinland-Pfalz: Die Jugendhilfe heidehaus in Neuwied

Fünf stationäre Gruppen, eine Tagesgruppe und ein ambulanter Dienst, dezentral im Kreis und in der Stadt Neuwied sowie im Westerwald gelegen, bilden die Jugendhilfe heidehaus in Neuwied. Sie befindet sich in privater Trägerschaft und wurde 1976 gegründet. Geleitet wird sie von Sybille Hass-Machill, die die Einrichtung als modernes Dienstleistungsunternehmen führt.
Bereits 1997 wurden dort die ersten 6 Video-Home-TrainerInnen ausgebildet, 2001 kam der Implementationsprozess des VHT dann systematisch in Gang:

 

Die Einführung des „integrierten Modells“ [451 KB] machte den Anfang. Sie stärkte die FührungsKraft aller Leistungsträger mit dem Ansatz der Basiskommunikation und der positiven Bilder.
Als erste ließ sich die Leiterin filmen und präsentierte die Aufnahmen ihren MitarbeiterInnen.
Darauf aufbauend wurden im Laufe der Jahre systematisch pro Gruppe 2-3 VHTerInnen ausgebildet, die die Arbeit mit der Kamera in den Gruppen einführten und ihre alltägliche Anwendung professionell unterstützten.
Dabei wurden mehrere Schwerpunkte berücksichtigt:
VHT mit den Herkunftsfamilien, in der Beratung der KollegInnen in schwierigen Situationen und in der interdisziplinären Zusammenarbeit z.B. im Hilfeplan. Seit 2016 steht die ressourcenorientierte Videoarbeit mit den Kindern und Jugendlichen im Sinne des Video-Self-Modelings (VSM) im Vordergrund. Der Pool der VHT-Fachkräfte umfasst mittlerweile mehr als 20 aktive MitarbeiterInnen.
Zurzeit werden die TeamleiterInnen – allesamt in VHT ausgebildet - als VHT- Fachaufsicht qualifiziert. Sie unterstützen das Team in der Arbeit mit der Kamera und organisieren den alltäglichen Einsatz.

 

Hannelore Gens, die diesen Prozess seit 2001 als Ausbilderin und Supervisorin begleitet sagt:
„Ich bewundere Frau Hass-Machill für ihre Zielstrebigkeit und ihre Überzeugtheit vom Wert der VHT-Arbeit, die nach ihrer eigenen Aussage mit ihren Vorstellungen von moderner pädagogischer Arbeit - einer Pädagogik des reflektierten Alltagshandelns – übereinstimmt. Für sie ist es wichtig, dass die MitarbeiterInnen mit der Basiskommunikation ein pädagogisches Handwerkszeug haben, um den Kindern und Jugendlichen mit der verstehenden und feinfühligen Haltung zu begegnen, die ihnen gibt, was sie in ihrer Ursprungsfamilie nicht bekommen konnten. Dazu gehört auch, dass die Arbeit mit der Kamera dieses Handeln festigt, weil die positiven Wirkungen sofort sichtbar werden“.

Weitere Informationen und Kontakt hier.

Institut Pro Potential - Abt. Soziale Dienstleister - Dipl.Päd. Hannelore Gens - Rheinpark Rolandseck - Bonner Str. 16 - 53424 Remagen-Rolandseck - fon: +49 2228-9124300 - mobil:+49 151-27581126 - mail: vht@hannelore-gens.de